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Archive for the ‘Zuzug & Wegzug’ Category

Balearische Steuergeschenke für 2016

Liebe Leser, auch im Jahr 2016 möchte ich Sie über Neuerungen und Veränderungen auf dem spanischen Immobilienmarkt, insbesondere in Sachen Steuern für Nicht Residente, mit Schwerpunkt auf den Balearen, informieren. Sollten Sie Immobilien – Investor, Käufer, Verkäufer und / oder Erbe von Liegenschaften und Vermögenswerten in Spanien sein, ist dieser Artikel wichtig für Sie.

Wie ich bereits in meinen Einträgen im Jahr 2015 mitgeteilt habe, hat sich die neue links orientierte Regierung der Balearischen Inseln (Mallorca, Menorca und Ibizia) auf die Fahnen geschrieben, Vermögen im großen Stil umzuverteilen. So wird die Inselregierung und alle ihr politisch angeschlossen Bürgermeister nicht müde zu betonen, dass es vor allem darum geht: “… denen die viel haben etwas zu nehmen, um es denen zu geben die es brauchen…”.

Was dies genau bedeutet zeigt das am 30.12.2015 veröffentlichte Haushaltsgesetz der Balearen für das Jahr 2016. In einer Reihe von Gesetzesänderungen werden nun Steuern erhöht.

Wie immer beschränke ich mich in meinen Erläuterungen auf solche Tribute, die den Nicht Residenten (also diejenigen Personen die in Spanien nicht steuerlich ansässig sind) betreffen.

Glück im Unglück haben die nicht steuerlich Ansässigen, da die meisten für sie geltenden Steuervorschriften auf zentral-staatlichen Gesetzten basieren. Die Änderungen der Balearen – Steuern betreffen daher “nur” lokale Steuern wie z.B. zahlbare Steuern beim Immobilienerwerb. Ebenso betroffen sind Erben und Personen mit Vermögen über 700.000 EUR auf den Balearen. Für sie galten bis Ende 2015 autonome Steuererleichterungen die von EU Bürgern immer dann in Anspruch genommen werden konnten, wenn sie hierdurch besser gestellt wurden. Diese Vorzüge sind nun beschnitten worden.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung ist es ratsam vor dem Kauf der Traum – Immobilie neben der rechtlichen Prüfungen ebenso wieder verstärkt internationale Modelle zur Steuervermeidung durch den betreuenden Anwalt wegen nachfolgender drei Steuerarten analysieren zu lassen:

A) Grunderwerbssteuer: Ab dem 01.01.2016 steigt der Höchstsatz der Grunderwerbssteuern für den Erwerb von Immobilien auf Mallorca, Menorca und Ibiza aus zweiter Hand von 10% auf 11%. Damit ergeben sich nachfolgende Steuern beim Kauf einer Balearen – Liegenschaft:

Kaufpreis

zahlbare Steuer

darüber hinaus

Steuersatz

0

0

400.000 EUR

8,00%

400.000 EUR

32.000 EUR

200.000 EUR

9,00%

600.000 EUR

50.000 EUR

400.000 EUR

10,00%

1.000.000 EUR

90.000 EUR

über 1MIO EUR

11,00%

B) Steuer auf Vermögen: Die Vermögenssteuer für auf den Balearen belegenes Vermögen (vor allem Immobilien, Anteile und Bankkonten) wird weiterhin erhoben. Der Freibetrag von 800.000,00 EUR wird mit Wirkung zum 31.12.2015 auf 700.000,00 EUR gesenkt und entspricht nunmehr wieder dem generellen Freibetrag für Nicht Residente. Die durch die Balearenregierung zusätzlich um 38% angehobenen Steuersätze auf Vermögenswerte von nunmehr bis zu 3,45% / Jahr ist nur durch Residente zahlbar. Der maximale Steuersatz für Nichtresidente verbleibt bei 2,5% / Jahr und Person.

C) Erbschaftssteuern: Auch in Sachen Erbschaftssteuern ergeben sich erhebliche Neuerungen. Hier verabschieden wird uns von dem einheitlichen Steuersatz von 1% auf durch Erbschaft erlangtes Vermögen der direkten Nachkommen, Vorfahren und des Ehepartners.

Ab dem 01.01.2016 gilt ein “Freibetrag” von 700.000 EUR mit einer Steuerlast von 1%. Nach Ausschöpfung dieses Betrages gelten die nachfolgenden Steuersätze für EU Bürger:

Wert

zahlbare Steuer

darüber hinaus

Steuersatz

0

0

700.000 EUR

1,00%

700.000 EUR

7.000 EUR

300.000 EUR

8,00%

1.000.000 EUR

31.000 EUR

1.000.000 EUR

11,00%

2.000.000 EUR

141.000 EUR

1.000.000 EUR

15,00%

3.000.000 EUR

291.000 EUR

über 3MIO EUR

20,00%


Steuererleichterungen:
Die wirklich guten Nachrichten habe ich mir für Sie natürlich bis zum Schluss aufgehoben. Um ein Gegengewicht zu dem tiefen Griff in Bürgers Tasche zu schaffen, haben sich die Politiker in Palma nachfolgende Steuererleichterungen abgerungen:

  • Ab sofort können sie auf den Baleraren gebrauchte Mopeds kaufen ohne hierfür Steuern zahlen zu müssen; und
  • die ohnehin niedrigen Gebühren für Genehmigungen von Solaranlagen auf Hausdächern von bis zu 10kw Leistung für den Eigenverbrauch wurden abgeschafft.

Ob diese sukkulenten Steuergeschenke nun das zarte Pflänzlein der wirtschaftlichen Erholung nach einer der schwersten Wirtschaftskrisen in der Neuzeit retten werden wird das Jahr 2016 uns zeigen.

Matthias Jahnel, LL.M. · Rechtsanwalt & Abogado
C/Can Arboç, n° 1 – bajos · 07002 Palma de Mallorca
Email: info@lexjahnel.com · Web: http://www.lexjahnel.de

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Kommt das Steuergeschenk für Immobilientransaktionen in 2015?

Kurz vor den Wahlen hat sich die konservative Regierung in Madrid dazu entschlossen, nach jahrelanger Enthaltsamkeit und steigender Steuern, das Rad herumzureißen. Die Steuerlast soll nun endlich wieder fallen. Für Residente aus einem Land der EU bedeutet dies, dass ab 2015 nur noch 20% anstatt von 24,75 % Steuern auf laufende Einkommen zahlbar werden sollen. Die gleiche Steuer, nämlich 20% anstatt von jetzt 21%, fällt beim Verkauf einer Liegenschaft auf den Gewinn an.

Weitere Erleichterungen werden für 2016 in Aussicht gestellt. Dann sollen die oben genannten Steuern auf 19% fallen.

Ein richtiger Quantensprung ist jedoch der Teil des Gesetzesentwurfes, mit dem Bürgern aus der EU oder dem Europäischen Wirtschaftsraum die Möglichkeit der Reinvestition in Spanien eingeräumt wird. Nach der siebten Zusatzanordnung des Gesetzentwurfs sollen nunmehr Nicht – Residente das Recht haben, unter bestimmten Voraussetzungen eine vollkommene Steuerbefreiung bei dem Verkauf ihrer Liegenschaft in Spanien dann zu erlangen, wenn der Verkaufserlös wieder in eine in Spanien belege Wohnimmobilie reinvestiert wird. Dieses Privileg stand bis dato nur in Spanien residenten Personen zu.

Der Entwurf der Modifizierung der spanischen Steuervorschriften sieht auf den ersten Blick natürlich sehr gut aus. Die Regierung ist des Lobes voll und klopft sich siegessicher auf die eigene Brust. Aber Politiker wären nicht Politiker wenn sie uns nur die halbe Wahrheit über die Medien preis geben würden.

Was oft bei den Lobeshymnen unterdrückt wird ist der Umstand, dass die Steuergeschenke durch die Abschaffung von Privilegien gegenfinanziert werden.

Bei Immobilientransaktionen sowohl von Residenten als auch von Nicht – Residenten ist dies konkret die Abschaffung des Inflationsausgleichs. Über diesen wurden beim Verkauf einer Immobilie der einstige Erwerbspreis und die Erwerbskosten der Inflation bis zum Zeitpunkt der Veräußerung der Immobilie angepasst. Besonders gravierende Auswirkungen wird dies auf Erwerbsvorgänge vor 1984 haben. Hier genießen Eigentümer zur Zeit noch einen gesonderten Inflationsausgleich von 11,11% pro Jahr. Somit waren die Verkaufsgewinne, zumindest bis 2006, faktisch steuerfrei.

Nunmehr soll genau dieser Inflationsausgleich gestrichen werden. Wie gesagt wird dies diejenigen hart treffen, die Liegenschaften schon seit Jahrzehnten halten, den genau diese Verkäufer partizipierten besonders stark vom Inflationsausgleich.

Was bedeutet das genau in der Praxis? Mit einem einfachen Rechenbeispiel kommt man schnell hinter den „Steuertrick“ der Regierung.
Hierzu nehme ich an, dass eine Immobilie mit einem Kaufwert von 200.000 EUR einmal in 1984 dann im Jahr 2005 und zu guter Letzt im Jahr 2009 erworben wurde. Die Immobilie wird einmal im Jahr 2014 und dann im Jahr 2015 für 600.000 EUR (nach Kosten) verkauft. Womit jeweils ein Gewinn vor Steuern von 400.000 EUR erwirtschaftet wird.

LEXJAHNEL - ABOGADOS (STEUERVERGLEICH SPANIEN VERKAUFSGEWINNSTEUER IMMOBILIEN 2014 & 2015)

(C) Matthias Jahnel – http://www.lexjahnel.de

Das Ergebnis ist eindeutig. Wer spät verkauft zahlt drauf. Wer also vor langer Zeit ein Haus oder eine Wohnung zum Beispiel auf Mallorca oder Ibiza erworben hat und sich nun mit dem Verkauf der Immobilie beschäftigt sollte versuchen noch dieses Jahr zu veräussern. Vielleicht auch indem er oder sie den Verkaufspreis senkt. Soweit die hören Steuern ab nächstes Jahr nicht gezahlt werden sollen, würde die Rettung nur im Kauf einer neuen Liegenschaft in Spanien bestehen. Wobei dies natürlich auch wieder (Kauf-) Steuern verursacht.

Matthias Jahnel, LL.M. · Rechtsanwalt & Abogado
C/Can Arboç, n° 1 – bajos · 07002 Palma de Mallorca
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Kategorien:Immobilienrecht, Steuern

Keine Steuererleichterungen für 2014 in Sicht.

Am 26. Dezember wurde der Haushalt 2014 für Spanien veröffentlicht. Das knapp 530 Seiten starke Dokument birgt für nicht Residente in Spanien keine Überraschungen.

Die Vermögenssteuer, welche am 31.12.2013 auslaufen sollte, wurde um ein Jahr verlängert. Somit wird in Spanien belegenes Vermögen (Grundbesitz, Bankkonten, Anlagen, etc) auch 2014 mit dieser Zwangsabgabe belegt. Der Freibetrag von 700.000 EUR pro Person wird beibehalten.

Ebenso wird der Sonderzuschlag von 0,75% auf Steuern für laufende Einnahmen nicht aufgehoben. So liegt auch in 2014 der Steuersatz bei insgesamt 24,75%. Betroffen sind hiervon in Spanien zu versteuernde Mieteinnahmen, das fiktive Einkommen der eigenen vier Wände oder auch die Quellensteuer auf bestimmte in Spanien zu versteuernde Einnahmen von nichtresidenten Gewerbetreibenden und Freiberuflern.

Zu guter Letzt ändert sich auch der Steuersatz für Gewinne beim Verkauf von Immobilien oder Zinserträge -für nicht EU Ansässige- nicht. Dieser verbleibt (erhöht um zwei Prozentpunkte) bei 21%.

Eine gute Nachricht kann ich aber doch vermelden! Keine der Steuern welche nicht – residente Investoren betreffen soll nächstes Jahr erhöht werden; und ab übernächstes Jahr sogar wieder fallen. Aber genau dieses Versprechen hatte Spanien bekanntlich auch schon im Jahre 2012 und ebenso in 2013 abgegeben (und gebrochen) …

Ich wünsche Ihnen einen Guten Rutsch!

Matthias Jahnel, LL.M. · Rechtsanwalt & Abogado
C/Can Arboç, n° 1 – bajos · 07002 Palma de Mallorca
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Kategorien:Kurznachrichten, Steuern

Flat Rate Energy Model – Behalten Sie Ihre Stromrechnung im Auge!

Heute möchte ich Sie aus gegebenem Anlass einmal mehr vor den spanischen Netzbetreibern und Stromgiganten warnen. Diese greifen Ihnen seit August 2013 tief in die Tasche, ohne dafür auch nur einen Finger krumm zu machen.

Jeder der in Spanien ein Haus besitzt, gleich ob Mieter oder Eigentümer, wird gelegentlich seine Stromrechnung studieren. Von vielen meiner Mandaten weiß ich, dass die Art und Weise der Abrechnung des Stromverbrauchs in Spanien falsch oder gar nicht verstanden wird. Entscheidend ist für die Meisten, was am Ende auf der Rechnung steht.

Da Häuser von Nichtresidenten Immobilienbesitzern auf Mallorca öfters leer stehen, waren die Stromrechnungen zumeist irrelevant. Dies war im Prinzip auch richtig, jedenfalls bis August 2013. Ab dieser Zeit gibt es nämlich ein neues Stromtarifmodell in Spanien. Vielen Betroffenen ist nicht bewusst, dass sie nunmehr kräftig zur Kasse gebeten werden auch wenn sie keinen Strom verbrauchen. Wie ist das möglich?

Generell berechnen spanische Energieversorger in den Stromrechnungen neben den Energiekosten, die nach dem reellen Verbrauch abgerechnet werden, auch ein monatliches Fixum für die Bereitstellung des Hausstromanschlusses. Dieser Festbetrag richtet sich nach dem durch Sie beantragten und durch den Stromversorger bereitgestellten Anschlusswert. Sie finden diesen Anschlusswert auf Ihrer Stromrechnung,  z.B.„Potencia contratada  9,2kw“.

Noch vor eine paar Wochen war dieser Fixbetrag wenig bedeutsam. Sollten Sie jedoch jetzt Ihre Rechnung einmal genauer ansehen wird Ihnen auffallen, dass ab August pro Jahr und pro angeschlossenem Kw eine Gebühr von knapp 40 Euro berechnet wird. Bei durchschnittlichen Anschlusswerten von um die 10-12 kw pro Haushalt fallen so ca 484 – 580 EUR Kosten (21% MwSt inklusive) im Jahr an, gleich ob Sie das Haus, die Wohnung oder das Apartment auf Mallorca nutzen oder nicht. Das daneben der Strompreis um ca 1,5 Cent / kwh verringert wurde ist mehr Hohn als Hilfe. Zudem verstecken die grössten Versorger diese Kosten auf ihren Rechnungen in dem sie den Tarif auf einen Tagessatz von wenigen Cent herunterrechnen.

Wie können Sie dieser Abzocke entkommen? Den Stromvertrag kündigen und Mallorca bei Kerzenschein und vorindustrieller Romantik genießen wird auf die Dauer nicht für jedermann das passende Konzept sein. Auch hilft es unter den derzeitigen gesetzlichen Vorgaben nicht wirklich, sich mit Solarzellen den eigenen Strom zu produzieren. Die einzige Abhilfe schafft im Grunde nur ein Anbieterwechsel mit günstigeren Stromtarifen z.B. zur Gesternova und die Verringerung des Stromverbrauches im Haushalt.

Mitunter wurden in der Vergangenheit für Immobilien Anschlusswerte bei den Stromversorgern beantragt, die weit über dem lagen, was die Liegenschaften wirklich vom Netz benötigten. Eine einfache Berechnung kann Ihnen helfen herauszufinden, welcher Hausanschlusswert für Ihr Haus der richtige ist. Addieren Sie hierzu für alle  Elektrogeräte in Ihrem Haushalt den Stromverbrauch, so als ob alle Geräte gleichzeitig eingeschaltet wären. Ziehen Sie zu dem ermittelten Wert 1kw als Sicherheit hinzu. Der so errechnete maximale Stromverbrauch sollte dem Anschlusswert (Potencia contratada) Ihrer Stromrechnung entsprechen. Ist er höher, können Sie eine Verringerung bei Ihrem zuständigen Versorger beantragen. Damit verringert sich automatisch auch Ihre monatliche Stromrechung. Verbrauchen sie mehr als Sie angeschlossen haben, sind Sie in der unglücklichen Lage Nichts machen zu können, außer vielleicht die Stromfresser aus Ihrem Haushalt zu verbannen.

Lassen Sie in jedem Fall Ihrem Ideenreichtum freien Lauf!

Matthias Jahnel, LL.M. · Rechtsanwalt & Abogado
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Kategorien:Kurznachrichten, Wohnen

Die Sonne im Tank – spritfrei durch Mallorca

Spanien hat was andere nicht haben. Nein, ich rede jetzt nicht von Sonne, Strand und Meer, gutem Essen und Wein. Es geht heute um Subventionen zum Aufbau einer Elektroflotte im Automobilsektor. Bereits 2010, also in dem Jahr, in dem Spanien kurz vor dem finanziellen Kollaps stand, wurde ein Projekt zur Förderung zukunftsweisender Elektromobilität ins Leben gerufen. Das Ziel war es, effiziente KfZ auf spanische Straßen zu bringen und die langsam überalternde Fahrzeugflotte ins 21 Jahrhundert zu katapultieren. Das Programm hatte im ersten Jahr nur mäßigen Erfolg. Es wurde fortgesetzt und läuft bis dato.

Was bietet Spanien? Zunächst gibt es eine Abwrackprämie für ihr altes Auto von 2.000 EUR. Zudem kommt ein Zuschuss zum Kaufpreis des neuen Fahrzeugs, ein Rabatt bei der Zulassungssteuer sowie eine verminderte KfZ Steuer, sollten Sie sich für ein Hybrid oder Elektrofahrzeug entscheiden.

Dieses Konzept hat mein Interesse geweckt. Nach kurzer Suche und Probefahrt fiel meine Entscheidung auf den zu 100% elektrisch betriebenen Renault ZOE. Ein kleiner viersitziger Stadtflitzer mit einer Autonomie von ca. 150 bis 210km, je nach Bleifuß natürlich.  Es gibt noch weitere Anbieter. Wer sucht wird fündig.

Der Staat gab zunächst 2.000 EUR für das Altfahrzeug. Danach unterstützte Spanien den Kauf des ZOE mit einer Subvention von 5.500 EUR. Doch das ist noch lange nicht alles! Zusätzliche Vorteile des ZOE sind eine Freistellung von der Zulassungssteuer, ein 75% Rabatt auf die jährliche KfZ Steuer, eine Freistellung von sämtlichen Parkgebühren in Palma’s blauen Parkzonen sowie ein Recht der Benutzung der Busspuren im Stadtgebiet. Der ZOE überholt also jeden Sprit-schlucker im Handumdrehen.

Getankt wird tagsüber falls nötig in Palma in den Parkhäusern (kostenpflichtig): Antoni Maura, Parc de sa Riera, Marquès de la Sènia, Manacor, Santa Pagesa oder der Via Roma, oder kostenfrei an den Gratis-Zapfsäulen in der Calle Conquistador und Calle Aragón. Nachts laden ich den ZOE in der Garage zu einem neuen super-billig Stromtarif zwischen 24 Uhr bis 8 Uhr zu nur knapp 5 Cent / kwh. Auf Wunsch können Sie hierbei auf 100% erneuerbare Energien zurückgreifen. Wie dies geht habe ich unter anderem in meinem Blog im Mai 2013 beschrieben.

Günstiger kann motor-betriebene Mobilität kaum sein. Mich hat dieses Konzept für Mallorca’s Hauptstadt überzeugt. Vielleicht ist es ja auch etwas für Sie.

Matthias Jahnel, LL.M. · Rechtsanwalt & Abogado
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Neues spanisches Mietrecht ab dem 06. Juni 2013 – Kauf bricht Miete!

Lange haben die Politiker in Madrid gerungen. Es sollte ein neues und ausgewogeneres Mietrecht werden. Heute wurde das morgen in Kraft tretende neue Mietrecht Spaniens im Staatsanzeiger BOE veröffentlicht. Was ändert sich?

  • Die Mindestmietzeit, die Zeit in dem es dem Vermieter fast unmöglich ist zu kündigen, sinkt von 5 auf 3 Jahre;
  • die weitere unkündbare Verlängerung der Mietzeit sinkt von 3 auf 1 Jahr;
  • die jährliche Mietzinsanpassung kann ab sofort gelöst von der Inflationsrate frei vereinbart werden;
  • der Mieter kann nach 6 Monaten Mindestmietdauer mit einer Frist von 30 Tagen jederzeit kündigen;
  • der Vermieter kann unter bestimmten Voraussetzungen den Mietvertrag nach Ablauf einer Mindestvermietzeit von 1 Jahr mit einer Frist von 60 Tagen kündigen;
  • der Mieter kann bestimmte Arbeiten unter bestimmten Voraussetzung in der Wohnung ausführen und die Kosten vom zu zahlenden Mietzins abziehen;
  • der Mieter kann ab sofort wirksam auf sein Vorkaufsrecht bei Verkauf der Immobilie verzichten;
  • die Vermietung an Touristen ist ausdrücklich von der Anwendung des  Mietrechtsgesetzes ausgenommen;
  • Räumungsklagen wurden gestrafft.
  • Für Juristen und Mieter sicher ein Schock ist, das ab sofort der Kauf in Spanien die Miete bricht! Dies gilt auch für die Versteigerung der Immobilie. Abgewendet kann dies nur durch den Eintrag des Mietvertrages im Grundbuch.

Für Altmietverträge gilt das alte Recht. Es wird also erst mit Abschluss neuer Mietverträge ab morgen, den 06. Juni 2013, richtig spannend.

Matthias Jahnel, LL.M. · Rechtsanwalt & Abogado
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Kategorien:Immobilienrecht, Wohnen

wer sucht der findet – Energieanbieter in Spanien

Die aktuellen Strompreise ist das Thema, welches die Leser meines Blogs, nach Beiträgen zu Steuern und Gesetzesänderungen, am meisten bewegt. Vor allem nach Immobilientransaktionen kommen Mandanten mit dieser Sorge auf mich zu. Zumeist wurde beim Kauf der Ferienimmobilie der bestehende Altvertrag mit dem örtlichen Energieversorger übernommen. Diese lokalen Platzhirsche haben, so die Klagen meiner Mandanten, wenig Verständnis  für sorgenvolle Fragen der Kunden nach den Möglichkeiten einer  Strompreisreduzierung. Vielmals besteht auch eine gewisse Unwissenheit darüber, das jeder Immobilieneigentümer sich seinen Stromlieferanten aussuchen kann. Der Anbieterwechsel ist denkbar einfach.

Nun bin ich kein Energieberater und plane mir dies auch nicht auf mein Türschild zu schreiben, jedoch lasse ich natürlich  meine Mandaten nicht im Regen stehen, wenn es mal nicht nur um spanisches Recht und Gesetz geht. Ich möchte Ihnen daher nachfolgend Tipps zum Auffinden eines geeigneten Stromanbieters geben.

Die Tarife und Sonderangebote auf dem freien Energiemarkt sind so vielfältig wie die existierenden Energieunternehmen. Genauso verhält es sich auch mit den Quellen des angebotenen Stroms. Es ist im Grunde alles zu haben von 100% alternativ bis Atomstrom pur.

Haben Sie sich dafür entschieden -ökologisch bewusst- Ihre Energie für Ihr Domizil aus 100% regenerativen Quelle zu beziehen, und davon gibt es ja in Spanien mehr als genug, möchte ich Sie auf die Gesternova, S.A. (Webseite: www.gesternova.com) und die Kooperative Som Energia (Webseite: www.somenergia.coop) hinweisen. Diese Unternehmen vermarkten ausschliesslich Strom aus Solar-, Wind- und Wasserkraftwerken und das zu konkurrenzfähigen Preisen. Sollten Sie sich für die Art der Produktion nicht primär interessieren, beruhigt Sie gegenenfalls die Mitteilung, dass Spanien derzeit über 54% seines Gesamtenergiebedarfs (Energiemix) aus regenerativen Quellen (Wind, Solar, Wasser) bezieht.

Eine interessante und vor allem schnelle Variante seinen aktuellen Strom- und auch Gastarif mit anderen Marktteilnehmern zu vergleichen, bietet der Tarifrechner der spanischen nationalen Energiekommission (CNE). Nach einer kurzen Eingabe der aktuellen Verbrauchs- und Anschlussdaten listet die Webseite dann die besten zehn Tarife des Marktes auf. Wie oft der Rechner aktualisiert wird und ob Sonderangebote und Rabatte dort berücksichtigt werden, kann ich jedoch nicht beurteilen.

Eine vollständige aber nicht nutzerfreundliche Liste der derzeitigen Stromanbieter finden Sie zum Download hier: Listado_09.04.2013. (Quelle: CNE, www.cne.es, Stand 02.04.2013). Dort sind auch deutsche Unternehmen aufgeführt die in Spanien legal Strom vermarkten können.

In der nachfolgenden Tabelle habe ich einige Stromlieferanten mit ihren Webseiten aufgeführt. Hier werden immer aktuelle Angebote durch die einzelnen Stromversorger veröffentlicht.

Ich überlasse es nun Ihnen sich den richtigen Partner zu suchen.
 
Anbieter – staatlich regulierte Stromtarife (TUR) Telefon Webseite
Endesa Energía XXI, S.L. 902 508 850 www.endesaonline.com
Iberdrola Comercialización de Último Recurso, S.A.U. 901 202 020 www.iberdrola.es
Unión Fenosa Metra, S.L. 901 220 380 www.unionfenosa.es
Hidrocantábrico Energía Último Recurso S.A.U. 902 860 860 www.hcenergia.com
E.ON Comercializadora de Último Recurso, S.L. 902 222 838 www.eon-espana.com
 
Anbieter – nicht regulierte Tarife – freier Markt Telefon Webseite
Aduriz Energía SLU 902 106 199 www.adurizenergia.es
Bassols Energía Comercial S.L. 972 260 082 www.bassolsenergia.com
Céntrica Energía Generación, S.L.U. 902 306 130 www.centricaenergia.es
Céntrica Energía S.L.U. 902 306 130 www.centricaenergia.es
Céntrica Energías Especiales S.L.U. 902 306 130 www.centricaenergia.es
Cide Hcenergía, S.A. 902 02 22 92 www.chcenergia.es
Comercializadora Eléctrica
de Cádiz, S.A.U.
956 071 100 www.electricadecadiz.es
Comercializadora Lersa, S.L. 972 700 094 www.lersaenergia.com
Electra del Cardener Energía, S.A.U. 973 480 000 www.ecardener.com
Electra Energía, S.A.U. 964 160 250 www.electraenergia.es
Electracomercial Centelles, S.L.U. 938 810 931 www.electradis.cat
Eléctrica Sollerense, S.A.U. 971 638 145 www.electricasollerense.es
Empresa de Alumbrado Eléctrico de Ceuta, S.A. 956 511 901 www.electricadeceuta.com
Endesa Energía, S.A.U. 902 530 053 www.endesaonline.com
Enerco Cuellar, S.L. 921 144 871 www.enercocuellar.com
Eon Energía, S.L 902 902 323 www.eon-espana.com
Estabanell y Pahisa Mercator, S.A. 902 472 247 www.estabanell.com
Factor Energía, S.A. 902 501 124 www.factorenergia.com
Fenie Energia, S.A. 900 215 470 www.fenieenergia.es
Gesternova, S.A 902 431 703 www.gesternova.com
Hidroeléctrica del Cantábrico, S.A. 902 860 860 www.hcenergia.com
Hidroeléctrica del Valira, S.L. 973 350 044 www.peusa.es
Iberdrola Generación, S.A.U. 901 202 020 www.iberdrola.es
Iberdrola S.A. 901 202 020 www.iberdrola.es
Naturgas Energía Comercializadora, S.A.U. 902 123 456 www.naturgasenergia.com
Nexus Energía, S.A. 902 023 024 www.nexusenergia.com
Unión Fenosa Comecial, S.L. 901 380 220 www.unionfenosa.es
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