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Archive for the ‘Wohnen’ Category

Flat Rate Energy Model – Behalten Sie Ihre Stromrechnung im Auge!

Heute möchte ich Sie aus gegebenem Anlass einmal mehr vor den spanischen Netzbetreibern und Stromgiganten warnen. Diese greifen Ihnen seit August 2013 tief in die Tasche, ohne dafür auch nur einen Finger krumm zu machen.

Jeder der in Spanien ein Haus besitzt, gleich ob Mieter oder Eigentümer, wird gelegentlich seine Stromrechnung studieren. Von vielen meiner Mandaten weiß ich, dass die Art und Weise der Abrechnung des Stromverbrauchs in Spanien falsch oder gar nicht verstanden wird. Entscheidend ist für die Meisten, was am Ende auf der Rechnung steht.

Da Häuser von Nichtresidenten Immobilienbesitzern auf Mallorca öfters leer stehen, waren die Stromrechnungen zumeist irrelevant. Dies war im Prinzip auch richtig, jedenfalls bis August 2013. Ab dieser Zeit gibt es nämlich ein neues Stromtarifmodell in Spanien. Vielen Betroffenen ist nicht bewusst, dass sie nunmehr kräftig zur Kasse gebeten werden auch wenn sie keinen Strom verbrauchen. Wie ist das möglich?

Generell berechnen spanische Energieversorger in den Stromrechnungen neben den Energiekosten, die nach dem reellen Verbrauch abgerechnet werden, auch ein monatliches Fixum für die Bereitstellung des Hausstromanschlusses. Dieser Festbetrag richtet sich nach dem durch Sie beantragten und durch den Stromversorger bereitgestellten Anschlusswert. Sie finden diesen Anschlusswert auf Ihrer Stromrechnung,  z.B.„Potencia contratada  9,2kw“.

Noch vor eine paar Wochen war dieser Fixbetrag wenig bedeutsam. Sollten Sie jedoch jetzt Ihre Rechnung einmal genauer ansehen wird Ihnen auffallen, dass ab August pro Jahr und pro angeschlossenem Kw eine Gebühr von knapp 40 Euro berechnet wird. Bei durchschnittlichen Anschlusswerten von um die 10-12 kw pro Haushalt fallen so ca 484 – 580 EUR Kosten (21% MwSt inklusive) im Jahr an, gleich ob Sie das Haus, die Wohnung oder das Apartment auf Mallorca nutzen oder nicht. Das daneben der Strompreis um ca 1,5 Cent / kwh verringert wurde ist mehr Hohn als Hilfe. Zudem verstecken die grössten Versorger diese Kosten auf ihren Rechnungen in dem sie den Tarif auf einen Tagessatz von wenigen Cent herunterrechnen.

Wie können Sie dieser Abzocke entkommen? Den Stromvertrag kündigen und Mallorca bei Kerzenschein und vorindustrieller Romantik genießen wird auf die Dauer nicht für jedermann das passende Konzept sein. Auch hilft es unter den derzeitigen gesetzlichen Vorgaben nicht wirklich, sich mit Solarzellen den eigenen Strom zu produzieren. Die einzige Abhilfe schafft im Grunde nur ein Anbieterwechsel mit günstigeren Stromtarifen z.B. zur Gesternova und die Verringerung des Stromverbrauches im Haushalt.

Mitunter wurden in der Vergangenheit für Immobilien Anschlusswerte bei den Stromversorgern beantragt, die weit über dem lagen, was die Liegenschaften wirklich vom Netz benötigten. Eine einfache Berechnung kann Ihnen helfen herauszufinden, welcher Hausanschlusswert für Ihr Haus der richtige ist. Addieren Sie hierzu für alle  Elektrogeräte in Ihrem Haushalt den Stromverbrauch, so als ob alle Geräte gleichzeitig eingeschaltet wären. Ziehen Sie zu dem ermittelten Wert 1kw als Sicherheit hinzu. Der so errechnete maximale Stromverbrauch sollte dem Anschlusswert (Potencia contratada) Ihrer Stromrechnung entsprechen. Ist er höher, können Sie eine Verringerung bei Ihrem zuständigen Versorger beantragen. Damit verringert sich automatisch auch Ihre monatliche Stromrechung. Verbrauchen sie mehr als Sie angeschlossen haben, sind Sie in der unglücklichen Lage Nichts machen zu können, außer vielleicht die Stromfresser aus Ihrem Haushalt zu verbannen.

Lassen Sie in jedem Fall Ihrem Ideenreichtum freien Lauf!

Matthias Jahnel, LL.M. · Rechtsanwalt & Abogado
C/Can Arboç, n° 1 – bajos · 07002 Palma de Mallorca
Email: info@lexjahnel.com · Web: http://www.lexjahnel.de

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Kategorien:Kurznachrichten, Wohnen

Die Sonne im Tank – spritfrei durch Mallorca

Spanien hat was andere nicht haben. Nein, ich rede jetzt nicht von Sonne, Strand und Meer, gutem Essen und Wein. Es geht heute um Subventionen zum Aufbau einer Elektroflotte im Automobilsektor. Bereits 2010, also in dem Jahr, in dem Spanien kurz vor dem finanziellen Kollaps stand, wurde ein Projekt zur Förderung zukunftsweisender Elektromobilität ins Leben gerufen. Das Ziel war es, effiziente KfZ auf spanische Straßen zu bringen und die langsam überalternde Fahrzeugflotte ins 21 Jahrhundert zu katapultieren. Das Programm hatte im ersten Jahr nur mäßigen Erfolg. Es wurde fortgesetzt und läuft bis dato.

Was bietet Spanien? Zunächst gibt es eine Abwrackprämie für ihr altes Auto von 2.000 EUR. Zudem kommt ein Zuschuss zum Kaufpreis des neuen Fahrzeugs, ein Rabatt bei der Zulassungssteuer sowie eine verminderte KfZ Steuer, sollten Sie sich für ein Hybrid oder Elektrofahrzeug entscheiden.

Dieses Konzept hat mein Interesse geweckt. Nach kurzer Suche und Probefahrt fiel meine Entscheidung auf den zu 100% elektrisch betriebenen Renault ZOE. Ein kleiner viersitziger Stadtflitzer mit einer Autonomie von ca. 150 bis 210km, je nach Bleifuß natürlich.  Es gibt noch weitere Anbieter. Wer sucht wird fündig.

Der Staat gab zunächst 2.000 EUR für das Altfahrzeug. Danach unterstützte Spanien den Kauf des ZOE mit einer Subvention von 5.500 EUR. Doch das ist noch lange nicht alles! Zusätzliche Vorteile des ZOE sind eine Freistellung von der Zulassungssteuer, ein 75% Rabatt auf die jährliche KfZ Steuer, eine Freistellung von sämtlichen Parkgebühren in Palma’s blauen Parkzonen sowie ein Recht der Benutzung der Busspuren im Stadtgebiet. Der ZOE überholt also jeden Sprit-schlucker im Handumdrehen.

Getankt wird tagsüber falls nötig in Palma in den Parkhäusern (kostenpflichtig): Antoni Maura, Parc de sa Riera, Marquès de la Sènia, Manacor, Santa Pagesa oder der Via Roma, oder kostenfrei an den Gratis-Zapfsäulen in der Calle Conquistador und Calle Aragón. Nachts laden ich den ZOE in der Garage zu einem neuen super-billig Stromtarif zwischen 24 Uhr bis 8 Uhr zu nur knapp 5 Cent / kwh. Auf Wunsch können Sie hierbei auf 100% erneuerbare Energien zurückgreifen. Wie dies geht habe ich unter anderem in meinem Blog im Mai 2013 beschrieben.

Günstiger kann motor-betriebene Mobilität kaum sein. Mich hat dieses Konzept für Mallorca’s Hauptstadt überzeugt. Vielleicht ist es ja auch etwas für Sie.

Matthias Jahnel, LL.M. · Rechtsanwalt & Abogado
C/Can Arboç, n° 1 – bajos · 07002 Palma de Mallorca
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Neues spanisches Mietrecht ab dem 06. Juni 2013 – Kauf bricht Miete!

Lange haben die Politiker in Madrid gerungen. Es sollte ein neues und ausgewogeneres Mietrecht werden. Heute wurde das morgen in Kraft tretende neue Mietrecht Spaniens im Staatsanzeiger BOE veröffentlicht. Was ändert sich?

  • Die Mindestmietzeit, die Zeit in dem es dem Vermieter fast unmöglich ist zu kündigen, sinkt von 5 auf 3 Jahre;
  • die weitere unkündbare Verlängerung der Mietzeit sinkt von 3 auf 1 Jahr;
  • die jährliche Mietzinsanpassung kann ab sofort gelöst von der Inflationsrate frei vereinbart werden;
  • der Mieter kann nach 6 Monaten Mindestmietdauer mit einer Frist von 30 Tagen jederzeit kündigen;
  • der Vermieter kann unter bestimmten Voraussetzungen den Mietvertrag nach Ablauf einer Mindestvermietzeit von 1 Jahr mit einer Frist von 60 Tagen kündigen;
  • der Mieter kann bestimmte Arbeiten unter bestimmten Voraussetzung in der Wohnung ausführen und die Kosten vom zu zahlenden Mietzins abziehen;
  • der Mieter kann ab sofort wirksam auf sein Vorkaufsrecht bei Verkauf der Immobilie verzichten;
  • die Vermietung an Touristen ist ausdrücklich von der Anwendung des  Mietrechtsgesetzes ausgenommen;
  • Räumungsklagen wurden gestrafft.
  • Für Juristen und Mieter sicher ein Schock ist, das ab sofort der Kauf in Spanien die Miete bricht! Dies gilt auch für die Versteigerung der Immobilie. Abgewendet kann dies nur durch den Eintrag des Mietvertrages im Grundbuch.

Für Altmietverträge gilt das alte Recht. Es wird also erst mit Abschluss neuer Mietverträge ab morgen, den 06. Juni 2013, richtig spannend.

Matthias Jahnel, LL.M. · Rechtsanwalt & Abogado
C/Can Arboç, n° 1 – bajos · 07002 Palma de Mallorca
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Kategorien:Immobilienrecht, Wohnen

wer sucht der findet – Energieanbieter in Spanien

Die aktuellen Strompreise ist das Thema, welches die Leser meines Blogs, nach Beiträgen zu Steuern und Gesetzesänderungen, am meisten bewegt. Vor allem nach Immobilientransaktionen kommen Mandanten mit dieser Sorge auf mich zu. Zumeist wurde beim Kauf der Ferienimmobilie der bestehende Altvertrag mit dem örtlichen Energieversorger übernommen. Diese lokalen Platzhirsche haben, so die Klagen meiner Mandanten, wenig Verständnis  für sorgenvolle Fragen der Kunden nach den Möglichkeiten einer  Strompreisreduzierung. Vielmals besteht auch eine gewisse Unwissenheit darüber, das jeder Immobilieneigentümer sich seinen Stromlieferanten aussuchen kann. Der Anbieterwechsel ist denkbar einfach.

Nun bin ich kein Energieberater und plane mir dies auch nicht auf mein Türschild zu schreiben, jedoch lasse ich natürlich  meine Mandaten nicht im Regen stehen, wenn es mal nicht nur um spanisches Recht und Gesetz geht. Ich möchte Ihnen daher nachfolgend Tipps zum Auffinden eines geeigneten Stromanbieters geben.

Die Tarife und Sonderangebote auf dem freien Energiemarkt sind so vielfältig wie die existierenden Energieunternehmen. Genauso verhält es sich auch mit den Quellen des angebotenen Stroms. Es ist im Grunde alles zu haben von 100% alternativ bis Atomstrom pur.

Haben Sie sich dafür entschieden -ökologisch bewusst- Ihre Energie für Ihr Domizil aus 100% regenerativen Quelle zu beziehen, und davon gibt es ja in Spanien mehr als genug, möchte ich Sie auf die Gesternova, S.A. (Webseite: www.gesternova.com) und die Kooperative Som Energia (Webseite: www.somenergia.coop) hinweisen. Diese Unternehmen vermarkten ausschliesslich Strom aus Solar-, Wind- und Wasserkraftwerken und das zu konkurrenzfähigen Preisen. Sollten Sie sich für die Art der Produktion nicht primär interessieren, beruhigt Sie gegenenfalls die Mitteilung, dass Spanien derzeit über 54% seines Gesamtenergiebedarfs (Energiemix) aus regenerativen Quellen (Wind, Solar, Wasser) bezieht.

Eine interessante und vor allem schnelle Variante seinen aktuellen Strom- und auch Gastarif mit anderen Marktteilnehmern zu vergleichen, bietet der Tarifrechner der spanischen nationalen Energiekommission (CNE). Nach einer kurzen Eingabe der aktuellen Verbrauchs- und Anschlussdaten listet die Webseite dann die besten zehn Tarife des Marktes auf. Wie oft der Rechner aktualisiert wird und ob Sonderangebote und Rabatte dort berücksichtigt werden, kann ich jedoch nicht beurteilen.

Eine vollständige aber nicht nutzerfreundliche Liste der derzeitigen Stromanbieter finden Sie zum Download hier: Listado_09.04.2013. (Quelle: CNE, www.cne.es, Stand 02.04.2013). Dort sind auch deutsche Unternehmen aufgeführt die in Spanien legal Strom vermarkten können.

In der nachfolgenden Tabelle habe ich einige Stromlieferanten mit ihren Webseiten aufgeführt. Hier werden immer aktuelle Angebote durch die einzelnen Stromversorger veröffentlicht.

Ich überlasse es nun Ihnen sich den richtigen Partner zu suchen.
 
Anbieter – staatlich regulierte Stromtarife (TUR) Telefon Webseite
Endesa Energía XXI, S.L. 902 508 850 www.endesaonline.com
Iberdrola Comercialización de Último Recurso, S.A.U. 901 202 020 www.iberdrola.es
Unión Fenosa Metra, S.L. 901 220 380 www.unionfenosa.es
Hidrocantábrico Energía Último Recurso S.A.U. 902 860 860 www.hcenergia.com
E.ON Comercializadora de Último Recurso, S.L. 902 222 838 www.eon-espana.com
 
Anbieter – nicht regulierte Tarife – freier Markt Telefon Webseite
Aduriz Energía SLU 902 106 199 www.adurizenergia.es
Bassols Energía Comercial S.L. 972 260 082 www.bassolsenergia.com
Céntrica Energía Generación, S.L.U. 902 306 130 www.centricaenergia.es
Céntrica Energía S.L.U. 902 306 130 www.centricaenergia.es
Céntrica Energías Especiales S.L.U. 902 306 130 www.centricaenergia.es
Cide Hcenergía, S.A. 902 02 22 92 www.chcenergia.es
Comercializadora Eléctrica
de Cádiz, S.A.U.
956 071 100 www.electricadecadiz.es
Comercializadora Lersa, S.L. 972 700 094 www.lersaenergia.com
Electra del Cardener Energía, S.A.U. 973 480 000 www.ecardener.com
Electra Energía, S.A.U. 964 160 250 www.electraenergia.es
Electracomercial Centelles, S.L.U. 938 810 931 www.electradis.cat
Eléctrica Sollerense, S.A.U. 971 638 145 www.electricasollerense.es
Empresa de Alumbrado Eléctrico de Ceuta, S.A. 956 511 901 www.electricadeceuta.com
Endesa Energía, S.A.U. 902 530 053 www.endesaonline.com
Enerco Cuellar, S.L. 921 144 871 www.enercocuellar.com
Eon Energía, S.L 902 902 323 www.eon-espana.com
Estabanell y Pahisa Mercator, S.A. 902 472 247 www.estabanell.com
Factor Energía, S.A. 902 501 124 www.factorenergia.com
Fenie Energia, S.A. 900 215 470 www.fenieenergia.es
Gesternova, S.A 902 431 703 www.gesternova.com
Hidroeléctrica del Cantábrico, S.A. 902 860 860 www.hcenergia.com
Hidroeléctrica del Valira, S.L. 973 350 044 www.peusa.es
Iberdrola Generación, S.A.U. 901 202 020 www.iberdrola.es
Iberdrola S.A. 901 202 020 www.iberdrola.es
Naturgas Energía Comercializadora, S.A.U. 902 123 456 www.naturgasenergia.com
Nexus Energía, S.A. 902 023 024 www.nexusenergia.com
Unión Fenosa Comecial, S.L. 901 380 220 www.unionfenosa.es

so verringern Sie Ihre Stromrechnung

Dass das Leben in Spanien nicht viel kostet, ist lange vorbei.  Sprit ist fast so teuer wie zu Hause und auch Strom und Wasser sind nicht mehr für ein paar Euro zu haben. Für Hausbesitzer werden die Nebenkosten ihrer Ferienimmobilien immer mehr zum Thema. In meinem letzten Artikel habe ich die Möglichkeit des Wechsels des Stromtarifes beschrieben. Heute möchte ich Ihnen erklären wie Sie auch ohne Anbieterwechsel und teure Nachrüstungen (natürlich ist sparen aber besser!) Ihre Stromrechnung halbieren können.

Der Stromverbrauch ist immer dann ein Dorn im Auge, wenn es scheinbar keinen Weg (mehr) gibt, ihn zu mindern. Vor allem im Sommer schießen die Rechnungen wegen über Stunden laufender Pumpen (Pool, Brunnen) und Klimaanlagen in die Höhe. Doch diese scheinbar unumgänglichen Kosten zu mindern ist einfach! Auch in Spanien gibt es Tag-, Abend- und Nachtstromtarife. Diese Tarife variieren je nach Zeitpunkt des Verbrauchs und unterscheiden sich, was den Strompreis pro Kilowattstunde angeht, erheblich. Viele Betroffene wissen dies nicht und werfen so ihr Geld zum Fenster raus.

Die zeitabhängigen Stromtarife wurden bereits per Dekret im Jahr 2009 zwangsweise eingeführt und stehen jedem Abnehmer zur Wahl. So können Anschlüsse bis 15kW zwischen bis zu drei Tarifen wählen. Ein Anruf beim Stromversorger ist meist genug um Klarheit zu bekommen. Bei Stromanschlüssen über 15kW sind die Tarife per Gesetz vorgeschrieben. Hier gilt stets der unten stehende Stromtarif inklusive zeitlicher Preisdifferenzierung. Es genügt die heimischen Stromfresser zum richtigen Zeitpunkt automatisch ein- und auszuschalten um so bis zu 55%(!) Rabatt auf die Verbrauchskosten zu erhalten. Eigentlich ganz einfach…

Tarifschritte maximale Dauer
Punta (P1) – teuer 4 h/Tag
Llano (P2) – reduziert 12 h/Tag
Valle (P3) – super reduziert 8 h/Tag

 

Innerhalb Spanien gelten nachfolgendes Tarifregelungen:

Zone Uhrzeit – Winter Uhrzeit – Sommer
Punta
(P1 – teuer)
Llano
(P2 – reduziert)
Valle
(P3 – super reduziert)
Punta
(P1 – teuer)
Llano
(P2 – reduziert)
Valle
(P3 – super reduziert)
Festland 18 – 22 h. 8 – 18 h. & 22 – 24 h. 0 – 8 h. 11 – 15 h. 8 – 11 h. & 15 – 24 h. 0 – 8 h.
Balearen 18 – 22 h. 8 – 18 h. & 22 – 24 h. 0 – 8 h. 18 – 22 h. 8 – 18 h. & 22 – 24 h. 0 – 8 h.
Kanaren 18 – 22 h. 8 – 18 h. & 22 – 24 h. 0 – 8 h. 11 – 15 h. 8 – 11 h. & 15 – 24h. 0 – 8 h.
Ceuta und Melilla 19 – 23 h. 0 – 1 h.   &   9 – 19 h
23 – 24 h.
1 – 9 h. 11 – 15 h. 9 – 11 h. & 15 – 24 h.
0 – 1 h.
1 – 9 h.

Matthias Jahnel, LL.M. · Rechtsanwalt & Abogado
C/Can Arboç, n° 1 – bajos · 07002 Palma de Mallorca
Email: info@lexjahnel.com · Web: http://www.lexjahnel.de

zahlen Sie zuviel für Ihre Energie?

Sie haben eine Immobilie gekauft oder Langzeit gemietet und wundern sich stets über die hohen Stromkosten in Spanien? Wenn dies so ist, dann sollten Sie einmal Ihre Stromabrechnung genauer ansehen. Es kann sein, das Sie den teuren „TUR – Tarif“ zahlen.

Bereits vor Jahren hat Spanien auf Druck der EU seinen Strommarkt privaten Anbietern geöffnet. Seit dieser Zeit gibt es grundlegend zwei Tarifmodelle:

1. die von der Regierung festgesetzten Strompreise, den sogenannten TUR (Tarifa de Ultimo Recurso), und
2. die auf dem Markt frei zugänglichen Stromtarife.

Bei Öffnung des Marktes wurden zunächst alle bestehenden Stromlieferverträge in den TUR Tarif übernommen. Man hatte gehofft, dass sich die Abnehmer schnell ihren eigenen Stromanbieter suchen würden und vom TUR Tarif in den freien Markt wechseln würden. Wie üblich interessierten sich jedoch viele Spanier nicht für die neue Freiheit und ignorierten oder misstrauten schlicht dem Angebot zum Wechsel zum freien Anbieter. Auch der Werbekampf der Stromgiganten um die potentiellen Kunden verpuffte wirkungslos.

So blieb Nichts anderes übrig, als den verunsicherten Stromkunden durch die Regierung per Dekret zu ihrem Glück zu verhelfen. Alle diejenigen die einen Stromanschluss über 10KW hatten, zahlten nach einer Übergangszeit einen 20% Zuschlag auf ihre Stromverbrauch, wenn sie nicht freiwillig zu einem privaten Anbieter gewechselt hatten. Zwingen, einen bestehenden Vertrag zu kündigen, konnte man ja schließlich niemanden. Bei einem entsprechenden Verbrauch (Klimaanlage warm / kalt) war das Verweilen unter dem regulierten TUR Tarif der Regierung nun jedoch zu teuer.

Erneut wurde nach der Zwangsverordnung zum Anbieterwechsel eine Werbekampagne losgetreten, die vielerorts bei den ausländischen Immobilienbesitzern nicht ankam. Zumeist waren sie schlicht nicht erreichbar oder verstanden die auf (natürlich) Mallorquin gedruckten Flyer im Postkasten einfach nicht.

Vor ein paar Tagen wurde ich durch einen Mandaten wieder einmal auf die hohen Stromkosten für seine Immobilie angesprochen. Ein Blick auf die Stromrechnung offenbarte, dass er immer noch den TUR Tarif nebst 20% Zuschlag zahlte. Ein kurzer Anruf beim Stromanbieter genügte um ihm diese unnötigen Kosten abzunehmen. So wurden nicht nur der 20% Zuschlag erlassen, sondern auch ein Rabatt von 10% auf den Stromverbrauch bis Mai 2014 und nochmalige 20% auf den Stromverbrauch zwischen Mai 2014 und Mai 2015 eingeräumt. Die Stromrechnung fällt nun also um satte 40%(!). Dem Markt sei Dank.

Es kann sich also lohnen seinen Stromtarif zu prüfen. Sollten Sie nicht sicher sein ob Sie den Zuschlag zahlen beachten Sie bitte das nächste Bild zur Erklärung:

.Energierechnung

Zweifler behaupten immer gerne, dass der festgelegte „TUR Tarif“ der Regierung eine Sicherheit für die Verbraucher darstellt, da dieser ja „reguliert“ sei. Leider wird aber gerne vergessen, dass die Regierung die Tarife in den letzten Jahren pro Jahr um mehr als 20% nach oben geschraubt hat. Sicher ist also nur eins: die Preise werden unter dem TUR (reguliert) weiter steigen.

Matthias Jahnel, LL.M. · Rechtsanwalt & Abogado
C/Can Arboç, n° 1 – bajos · 07002 Palma de Mallorca
Email: info@lexjahnel.com · Web: http://www.lexjahnel.de

Sparen bis die Schwarte kracht!

Eigentümer und Mieter einer Immobilie in Spanien können ein Lied davon singen. Alles wird teurer. Allem voran die Energiepreise. Die Gas- und Stromrechnungen verteuerten sich in den letzten drei Jahren im Schnitt um 15% pro Jahr. Für 2013 ist eine Erhöhung von bis zu 37% im Gespräch um das erhebliche Defizit zwischen Herstellungskosten und Abnahmepreis zu beseitigen. Im spanischen Haushalt klafft ein (Subventions-) Loch von mehr als 30Mrd Euro. Dies übrigens weil sich vor Jahren die konservative Partei Spaniens (PP!) Wählerstimmen durch niedrige Energiepreise im sozialistischen Stil sichern wollte. So legte der Staat über Jahre niedrige Abgabepreise für Strom uund Gas fest und zahlte den Herstellern die Differenz. Maßnahmen zur effizienten Nutzung von Energie sind so in Spanien unbekannt geblieben. Der Plan der billigen Resourcen wird nun von den Kindern und Enkeln der Urheber dieses Desasters gezahlt.

Zusätzlich steigen die Mehrwertsteuer und gemeindlichen Abgaben. Den Rest erledigen neue Umweltabgaben in den Autonomien.

Es verwundert daher nicht, dass ich in Beratungsgesprächen zu Immobilienkäufen immer öfter auch nach konkurrenzfähigen Alternativangeboten in Sachen laufender Kosten des Haushaltes gefragt werde. Leider hat die Idee  Preissuchmaschinen im Internet anzubieten in  Spanein noch keinen Einzug gehalten. Es ist daher schwer, wirklich eine präzise Auskunft zu geben. Gegebenenfalls wäre dies eine neue Geschäftsidee für findige Programmierer / Webdesigner.

Zur Zeit existieren die mir bekannten nachfolgenden Webseiten. Diese werden regelmäßig gewartet und stellen einen recht guten Service dar:

Sollten Sie mehr (verlässliche) Preissuchmaschinen kennen, bin ich gerne bereit diese in die Liste aufzunehmen. Also melden Sie sich bitte!

Matthias Jahnel, LL.M. · Rechtsanwalt & Abogado
C/Can Arboç, n° 1 – bajos · 07002 Palma de Mallorca
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